The Unit One11

Seit Dezember 2008 erobert diese futuristische Designer-Pfeife den Markt. Gerade wegen ihrem absolut untypischen Aussehen räkeln sich viele Vorurteile um die One11, die für 109€ zu erstehen ist. Wir wollten´s genau wissen und haben´s getestet!
Allgemeine Info zum Produkt:

Entwickelt wurde die One11 aus der Produktgruppe „The Unit“ in Österreich, wo sie auch produziert wird. Entstanden ist das Produkt aus einer Sonderanfertigung für einen Kunden. Bei der Konstruktion wurde in erster Linie auf das Designe geachtet. Die Funktion stand an zweiter Stelle, sollte jedoch in jedem Fall best möglich gegeben sein.

Der Hersteller wirbt unter anderem mit folgenden mehr oder weniger aussagekräftigen Abkürzungen:

DSS Direct Stream System

…kontinuierliche, radiale Sauerstoffzufuhr, für höhere Verbrennungstemperatur

RCS Rapid Cooling System

…direkte Wärmeableitung für einen kühleren Rauch

QS Quattro Sealing

…100% dicht, dank vierfacher Elastomer-Dichtung

Lieferumfang:

Mitgeliefert wird alles was zur Pfeife gehört: Bowl, Rauchsäule, Kopf, Windschutz, Schlauch, Dichtungen, sowie ein Sieb für den Kopf. Zange und Kohleteller sind leider nicht mit dabei. Alles wird in einem angemessen großen Karton verschickt der randvoll mit Styropor-Chips gefüllt ist.

Die Dichtungen:

An der One11 werden fünf Dichtungen verwendet. Alle davon dienen der Abdichtung des Übergangs Bowl-Rauchsäule und sind im Anlieferungszustand schon vormontiert. Es sind keine gewöhnlichen O-Ringe, wie es auf den ersten Blick scheint. Sie haben keinen Schmierfilm und werden unter anderem auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Eine Dichtung am Übergang Rauchsäule – Kopf fehlt leider gänzlich, trotzdem ist die Stelle Dicht. Das hat der Hersteller mit aufwändigen Testreihen überprüft.

Der Schlauch:

Mit einer Gesamtlänge von gerade einmal einem Meter ist der Schlauch der One11 sehr kurz geraten. Er ist aus schwarzem, medizinischem Silikon gefertigt. Der Durchzug ist für den kleinen Durchmesser zwar überraschend gut, lässt sich jedoch im Vergleich mit herkömmlichen Schläuchen auch nur als „ausreichend“ bezeichnen. Auf einen Griff haben die Konstrukteure verzichtet und nur ein kurzes Mundstück angebracht. Da dieses sehr leicht und filigran ist ermöglicht es ein sehr entspanntes Rauchen. Der Schlauch ist extrem elastisch, schade ist nur, dass er sich schnell elektrostatisch auflädt. So ist es annähernd unmöglich den schwarzen Schlauch sauber zu halten, denn er zieht den Staub einfach immer wieder an.

Hinweis: Seit Februar 2009 werden die „The Unit“ One11 Pfeifen ausschließlich mit einem Schlauch von 1,5m produziert. Aufgrund von Restbeständen besteht trotzdem die Möglichkeit, eine Pfeife mit einem 1m Schlauch zugestellt zu bekommen.

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Der Kopf:

Der CNC-gedrehte Kopf aus Aluminium ist 78mm hoch und hat einen Außendurchmesser von 45mm. Er fasst ein maximales Volumen von gerade einmal 10ml bis Oberkannte und zählt somit zu den wirklich kleinen Köpfen der Wasserpfeifenszene. Ein Highlight des Kopfes sind seine zwölf Kühlrippen, die direkt unter dem Tabakreservoir angebracht wurden. Dort sollen sie den Rauch per Luftkühlung schnell abkühlen. Der Kopf ist für ein Sieb-Setup entwickelt worden. Das Sieb ist selbstverständlich schon dabei. Leider gibt es an diesem Bauteil konstruktive Mängel. Die durchgehende zentrische 10mm Bohrung ist problematisch. Es besteht die Gefahr, dass große Anteile Tabak aus dem Kopf in die Rauchsäule gelangen und diese verstopfen oder zumindest unnötig stark verschmutzen. Zudem ist die selbige Bohrung nicht abgefast.

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Die Bowl:

Als Bowl wird ein Erlenmayer-Kolben des Typs DuranTM  aus dem Hause Schott  herangezogen. Dieser fasst ein Volumen von 1,2l bis Oberkante. Der Innendurchmesser der Öffnung beträgt 37mm. Durch die kegelige Form und der großen Öffnung ist der Behälter sehr komfortabel zu reinigen.

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Der Windschutz:

Die untere Öffnung des Windschutzes ist perfekt auf den Durchmesser des Kopfes abgestimmt. So ist es schier unmöglich den Windschutz ungewollt herunter zu schubsen. Der Windschutz ist ebenfalls aus Aluminium hergestellt und ist 75mm hoch. Ein weiteres Feature sind die sechs radialen Bohrungen des RCS (siehe oben), die jedoch weder innen noch außen abgefast sind. Ein Abfasen der Bohrungen würde die Optik stark beeinträchtigen, weshalb sich der Hersteller für diese Lösung entschieden hat. Bei der Konstruktion des Windschutzes wurde darauf geachtet, dass keine gefährlichen Grate entstehen.

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Die Rauchsäule:

Die Rauchsäule wird ca. 55mm tief in die Bowl gesteckt. Auf dieser Länge sind insgesamt vier Axialdichtungen sowie eine Radialdichtung, die eine absolute Dichtigkeit gewehrleisten sollen. Leider musste ich feststellen, dass lediglich die oberste axiale, sowie die radiale Dichtung, eine dichtende Wirkung haben. Das liegt wohl weniger an der Rauchsäule als an den Fertigungstoleranzen der Bowl. Der Übergang Bowl- Rauchsäule ist trotzdem absolut dicht. Am oberen Ende ist in die Rauchsäule eine 45°-Fase angebracht, in die sich der Kopf mit seiner untersten Kühlrippe einpasst. Ansonsten ist lediglich noch das nicht demontierbare Tauchrohr zu erwähnen, das im Gegensatz zur restlichen Rauchsäule, aus Kostengründen, nicht CNC-Gedreht wurde. Dafür ist es als einziges Teil der Pfeife serienmäßig farblos eloxiert.

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Die Pfeife in zusammengebautem Zustand:

46cm misst die One11 im montierten Zustand. Optisch macht die Pfeife ein sehr futuristisches Bild. Die gedrehte Oberfläche hat eine relativ große Rautiefe was ihr einen edlen Touch verleiht. Da die Oberfläche nicht behandelt wurde (eloxieren o.ä.) ist sie recht kratzempfindlich, trotzdem wird man definitiv keine Probleme mit Grünspan oder ähnlichem haben. Es werden auch eloxierte Modelle wie z.B. die TitanOne (in Titanoptik) oder die PinkOne (Pinkfarben) produziert, jedoch werden diese bisher in keinem deutschen Shop angeboten. Durch das eloxieren wird die Oberfläche unempfindlicher und kann mit beliebigen Farbtönen aufgepeppt werden.

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Auffälligkeiten beim Rauchen:

+ Die  Verbindung Kopf-Rauchsäule ist in der Tat dicht!

+ Da die Aluminium-Rauchsäule sehr leicht ist, hebt sie den Schwerpunkt der Pfeife nicht sonderlich weit nach oben. Darum steht die Pfeife trotz relativ kleiner Standfläche sehr stabil.

+ Der Durchzug ist gut.

+ Der Tabak brennt nicht an (richtige Tabakmenge vorausgesetzt!), obwohl der Kopf sehr heiß wird und der Windschutz dauerhaft angebracht ist.

- Die gesamte Rauchsäule wird sehr warm, es besteht Verbrennungsgefahr. Um den Windschutz herunter zu nehmen sind dringend Topflappen erforderlich.

- Da der Kopf nicht richtig aufgesteckt, sondern lediglich aufgesetzt wird sitzt er etwas wackelig auf der Rauchsäule und sorgt beim herumtragen der Pfeife für etwas Nervenkitzel, besonders wenn die Kohle schon aufgelegt wurde.

- Da kein Ascheteller vorhanden ist, besteht besonders große Gefahr, dass die Kohle beim Auflegen und Herunternehmen versehendlich herunterfällt. Während des Rauchens vermisst man ihn nicht, da der passgenaue Windschutz die Kohle ausreichend sichert.

- Meine Vermutung hat sich bestätigt: Einige Tabakfetzen fielen in die Rauchsäule und landeten im Wasser.

- Der 1m Schlauch ist definitiv zu kurz, wenn man die Pfeife auf dem Boden stehen hat. Wie oben erwähnt wurde auf dieses Problem bereits reagiert und ein längerer Schlauch verwendet.

Mein Fazit:

Die „The Unit“ One11 ist eine sehr moderne Pfeife. Nicht nur das Designe verkörpert diese Eigenschaft, sondern auch modernste Fertigungstechniken sowie die völlig neuen Optimierungsansätze für ein möglichst perfektes Raucherlebnis. Diese Tatsachen und auch der Firmenstandort in Österreich rechtfertigen den Preis von 109€ in jedem Fall. Auch wenn dem Designe wohl das ein oder andere „rauchtechnisch“ wichtige Detail zum Opfer gefallen ist macht es großen Spaß sie zu rauchen. Ich kann die Pfeife besonders als Tisch-Shisha und „schnelle Pfeife für zwischendurch“ empfehlen, die man z.B. beim Arbeiten am PC raucht. Denn für diesen Zweck reichen Schlauchlänge und die kurze Rauchdauer (von ca.30 Min pro Kopf) völlig aus. Für Partys und größere Sessions ist sie natürlich nicht die richtige Wahl und ohnehin viel zu schade.

Hinweis:

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© www.set-it-up.net | Patrick L.
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Kommentare

3 Antworten zu “The Unit One11”

  1. johnny L. on März 28th, 2009 10:41

    super beitrag!…da kann hamst0r einpacken

  2. Anonymous on Mai 16th, 2009 14:02

    der hat die shisha ja auch eingepackt, weil sowas ihm des rauchens nicht würdig war.
    genau meine meinung!

  3. Chris on August 11th, 2010 08:42

    Ich habe die Unit 3.0 seit ca. einem Monat und habe bei dem Nachfolgermodell noch ganz andere Mängel festgestellt.
    Was mich am meißten stört ist:

    - Kein Ascheteller = Schon einige Brandflecken auf dem Boden (So gut wie unvermeidlich!)
    - Viel zu dünner Schlauch = Man muss saugen wie ein Bekloppter
    - Zu kleiner Kopf, wo fast jedes Mal der halbe Tabak durchrasselt
    - Sieb ist schon fast nicht mehr zu gebrauchen
    - Das Glas (bowl) ist beim einfachen Abnehmen am Hals quasi explodiert. Bekomme aus Kolanz glücklicherweise eine neue.

    FAZIT: Sieht geil aus, aber alle anderen Pfeifen in der Preisklasse haben wesentlich bessere Raucheigenschaften!!! 30 Min. Rauchzeit ist deutlich übertrieben!!!

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